Nach einem aktuellen Urteil des BGH vom 16.1.18 (X ZR 44/17) muss ein Reiseveranstalter es hinnehmen und den Reisepreis komplett erstatten, wenn weltberühmte Sehenswürdigkeiten aus einem Reiseprogramm gestrichen werden (hier wurde in Peking der Besuch des der Verbotenen Stadt und Platz des Himmlischen Friedens wegen einer Militärparade abgesagt) und der Reisende vom Reisevertrag zurücktritt.

Eine Änderung der Reise sei nur möglich, wenn dies Im Reisevertrag vorbehalten ist. Den Besuch der Sehenswürdigkeiten stufte der BGH als wesentliche Reiseleistung ein und erkannte damit in der Absage des Besuchs einen erheblichen Reisemangel an, womit der Rücktritt berechtigt war und keine Stornogebühren zugelassen sind.